Mönchengladbach wird nachhaltig

Umwelt- und Klimaschutz beginnen vor der Haustüre. Wir können es schaffen, Mönchengladbach Schritt für Schritt zu einer nachhaltigeren Stadt zu machen. Klimaschutz ist ein Querschnittsthema, welches sich durch alle Aspekte unserer Politik zieht. Hier haben wir unsere Ideen noch einmal gesammelt.

Umsteigen und Losfahren.

Der umweltfreundlichste Weg durch die Stadt ist mit dem Fahrrad. Dafür bauen wir Radwegen aus und gestalten sie sicherer. Radfahren soll keine erzwungene Notwendigkeit sein, sondern die beste Alternative zum Auto werden!

Wir wollen die Verkehrsarten nicht gegeneinander ausspielen, sondern miteinander verbinden, um den Umstieg verlässlich, sicher und bequem zu machen. Beim ÖPNV wollen wir auf alternative Antriebsarten setzen und für bestimmte Strecken autonom fahrende Busse und auch eine moderne Straßenbahn in Betracht ziehen. Auch für eine bessere Bahnanbindung der Hochschule kann uns der Strukturwandel helfen, um Fördermittel zu erhalten.

Wir nutzen die Vorteile der Digitalisierung dazu, dass sich mehr Menschen besser im ÖPNV orientieren können und der Busverkehr insgesamt flexibler wird. Aber auch ohne Fähigkeiten im digitalen Bereich soll man sich problemlos zurechtfinden.

Zusammen mit Arbeitgeber*innen wollen wir Möglichkeiten und Anreize entwickeln, mit dem Fahrrad oder dem Bus zur Arbeit zu kommen. Dafür sind extra abgestimmte Fahrpläne und Routen denkbar.

Mehr Grün in der Stadt.

Wir stärken die ökologische Vielfalt in unserer Stadt und sorgen für mehr Grünflächen. Unsere Parks, Gärten, Grünanlagen und die Naturflächen, die Wälder und Wasserflächen sind unverzichtbar für Gesundheit, Freizeit und Erholung, und Wohlbefinden sowie als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, für Frischluft, Wasser und das Stadtklima. Wir wollen die Grünflächen über Grünstreifen besser miteinander vernetzen, um Naherholung für alle zu ermöglichen. Kleingartenvereine und Stadtgärten bieten eine gute Möglichkeit sich in der direkten Nachbarschaft zu erholen. Wir wollen Kleingartenvereine und Initiativen für Nachbarschaftsgärten unterstützen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Stadtklima und zur Artenvielfalt und müssen deshalb erhalten bleiben und wo nötig, neu geschaffen werden. Die Renaturierung des ehemaligen JHQ mit seinen 471 ha führt zu einer großzügigen Ausdehnung von bewaldeten Flächen auf einer versiegelten, ehemaligen Militärfläche.

Mehr Bäume und grüne Flächen in der Stadt können helfen, in der Sommerhitze die Stadt zu kühlen und bei Starkregen Überflutungen zu vermeiden. Deshalb werden wir deutlich mehr neue Bäume pflanzen und die Stadt begrünen. Wo immer nötig werden wir Asphaltflächen aufbrechen und Straßenbäumen mehr Platz zum Wachsen geben. Wir streben eine Neupflanzung von 5000 neuen zukunftsfähigen Bäumen bis 2030 an und wollen das nötige Geld dafür zu Verfügung stellen. Insgesamt befürworten wir einen Mix an Maßnahmen, die teilweise heute schon realisiert werden: Staudenpflanzungen, Blumenwiesen und Grünstreifen. Dort wo keine Bepflanzung möglich ist, setzen wir auf mobile Grünelemente in den Stadtteilzentren, und mehr Wasserflächen.

Neue Natur erschaffen, alte Natur erhalten.

Wir bringen sozialverträgliche Wohnungspolitik und ökologische Verantwortung zusammen. Statt grüne Flächen zu bebauen, setzen wir darauf, in bereits bebauten Gebieten die Wohnungen aufzustocken.

Wo leerstehende Gebäude der Stadt nicht neu genutzt und oder modernisiert und als Wohnung genutzt werden kann, soll konsequent abgerissen und begrünt werden. Dazu gehört es unter anderem, nicht mehr benötigte Industriebrachen zu in nachhaltige Grünflächen umzuwandeln und damit zu entsiegeln. Um Grünflächen zu schützen, wollen wir zusätzliche Wohnungen vor allem auf solchen Flächen schaffen, die bereits intensiv genutzt werden.

Die Stadt blüht auf.

Neues Grün und blühende Flächen sind schön und nützlich: Bepflanzte Dächer und Freiflächen leisten einen nachhaltigen und wirksamen Beitrag zur Minderung der Folgen des Klimawandels. Deshalb fördern wir Maßnahmen, die auf den Wasserhaushalt, die biologische Vielfalt und das Klima in der Stadt positiv beeinflussen. Die mags mit ihren Mitarbeiter*innen leisten bei der Erhaltung unserer Grünflächen und der Schaffung von insektenfreundlichem Grün bereits tolle Arbeit, diese Strategie wollen wir fortführen. Besonders durch den verzögerten Abfluss sowie die Rückhaltung und die erhöhte Verdunstung von Regenwasser auf begrünten Dach- und Freiflächen werden Abflussspitzen bei Starkregen in Innenbereichen und damit einhergehende Risiken durch Überflutungen vermindert. In diesem Zusammenhang kann eine Begrünungspflicht für unbebaute Grundstücksflächen und die Begrünung von Flachdachflächen sinnvoll sein. In Neubaugebieten soll in Bebauungsplänen ein verbindlicher Grünflächenanteil als Klimaanpassungsmaßnahme sowie zum Schutz der Bevölkerung eingeführt werden.

Auch die Landwirtschaft ein wesentlicher Faktor für mehr Natur- und Artenschutz. Hier unterstützen wir mehr ökologisches Engagement durch die Landwirte, mehr Biotopvernetzung und wesentlich mehr Grünzonen an den Ackerrändern. Monokulturen auf Feldern schaden massiv der Umwelt und müssen daher durch eine nachhaltige Bewirtschaftung ersetzt werden. In den derzeit laufenden Landschaftsplanberatungen müssen viel stärker Forderungen nach Biotopvernetzung, Ackerrainen, Hecken und Alleen zur Verhinderung weiterer Bodenerosionen und zur Stärkung der Artenvielfalt erhoben werden.

Mit gutem Beispiel vorangehen.

Die Stadtverwaltung wird bei allen Klimaschutzbemühungen mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu gehört, dass die Versorgung der städtischen Gebäude vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt wird. Das vorbildliche Engagement der Bürgersolargenossenschaft hat gezeigt, dass es geht. Auf städtischen Gebäuden wird überall wo möglich Dachbegrünung umgesetzt. Jeder Vorgang und jede Veränderung in der Verwaltung und den städtischen Einrichtungen wird auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit überprüft werden. Klima- und Umweltschutz ist eine riesige Chance für Mönchengladbach. Gemeinsam gehen wir in unserer Stadt in Richtung Zukunft!